Surfen in der Bahn — Handy und WLAN gleichzeitig statt abwechselnd. bahnlan bündelt beide Wege zu einer Verbindung: Fällt einer aus, trägt der andere weiter, ohne dass Dein Videocall abreißt.
Zwei Betriebsarten
Umschalten (Failover)
So arbeiten Dein Laptop und die meisten Mobilfunk-Router: eine Leitung ist aktiv. Wird sie schlecht, wird auf die andere gewechselt.
Beim Wechsel reißen laufende Verbindungen ab — Videocall raus, Download von vorn, VPN neu aufbauen. Und im Zug hilft Umschalten wenig, wenn keine der beiden Leitungen allein trägt.
Bündeln (Bonding)
Beide Wege laufen gleichzeitig. Ein einzelner Datenstrom wird über WLAN und Mobilfunk zugleich geführt und an unserer Gegenstelle wieder zusammengesetzt.
Bricht ein Weg weg, tragen die übrigen die laufende Verbindung weiter — es wird langsamer, aber nichts reißt ab. Dafür braucht es einen Server als Gegenstelle; den betreiben wir.
Was Du dafür brauchst: einen Laptop, das Zug-WLAN und ein Smartphone, das seine Mobilfunkverbindung teilt. Mehr nicht — keine Zusatzhardware, keine zweite SIM.
Abfahrtsplan
Bündeln — zwei Leitungen, eine Verbindung
WLAN und Mobilfunk laufen gleichzeitig statt abwechselnd. Failover in Sekundenbruchteilen, keine eingefrorenen Meetings.
Mesh — Nachbarn tragen einander
Mehrere bahnlan-Nutzer im Wagen verbinden ihre Leitungen über verschiedene Mobilfunknetze. Das Funkloch der Telekom überbrückt Vodafone.
Teilen — Gäste chatten kostenlos mit
Sitznachbarn dürfen mitsurfen: gedrosselt auf Chat-Tempo, aus der Restkapazität — Deine eigene Leitung spürt davon nichts.
Europaweit gedacht
Wir haben das Zug-WLAN von rund 30 Bahnbetreibern in Europa zusammengetragen — mit Quellen, und mit ehrlichen Lücken dort, wo sich nichts Belastbares finden ließ. Das Bild ist überall dasselbe: Es liegt selten daran, dass kein WLAN da ist, sondern daran, wie wenig es trägt.
- Niederlande (NS): WLAN vorhanden, historisch hart gedeckelt.
- Schweden (SJ): 200 MB, danach Drosselung auf 0,5 Mbit/s.
- Spanien (Renfe): 20 MB gratis, alles Weitere kostenpflichtig.
- Belgien (SNCB): gar kein Zug-WLAN — dort trägt allein Mobilfunk.
Genau in diesen Fällen hilft ein zweiter Weg: Wo das Zug-WLAN am Limit ist, springt Mobilfunk ein — und umgekehrt. Die vollständige Übersicht für rund 30 Betreiber haben wir öffentlich gemacht — Netzname, Kosten und Anmeldung je Bahn.
Früh einsteigen
Wir melden uns, sobald die Beta startet. Kein Spam, keine Weitergabe, jederzeit austragbar.